Selbstverantwortung – Der Schlüssel zum Glück

Ha! Ja wenn das mit dem Glück mal ganz so einfach wäre... mag sich der ein oder andere gerade skeptisch denken. Ich nehme doch ohnehin schon alles wie selbstverständlich in die eigenen Hände. Tagein, tagaus - tagaus, tagein. Schließlich bin ich ein pflichtbewusster Mensch, bestreite meinen Lebensunterhalt, bezahle Miete, trage Verantwortung für Kind, Hund, Haus, Hof. Ja wenn nicht ich, wer dann!

 

Zweifelsohne sind wir ungeschlagene Meister wenn es darum geht zu funktionieren, um so, die Räder der stetig mahlenden Alltagsmühlen in Schuss zu halten. Als pflichtgetreue Weltbürger sind wir es gewohnt, unser Leben abwechselnd unter die Regentschaft der Wenn-Dann-Dynastie, der Ja-Aber-Union, der Hätte-Könnte-Fraktion oder des Soll-Muss-Regimes zu stellen und wundern uns womöglich dann, dass sich weder der erhoffte Funken Zufriedenheit, geschweige denn das lang ersehnte Glück, in unser Leben gesellt.

 

So lange wir unsere Dienste ausschließlich in ein fremdes Herrschaftssystem stellen, bleiben wir zwangsläufig Opfer der selbstauferlegten Umstände. Die Schwiegermutter, das Geld, der Zufall, der Haushalt, der Chef, das Schicksal, die Gesundheit, die Arbeit, die Zeit, der Partner, die Kinder, ja selbst das Wetter steht auf der vermeidungsstrategischen Beliebtheitsskala hoch oben im Kurs. Wir würden uns ja liebend gerne in Richtung Glücklichersein verändern, aber das Umfeld macht partout nicht mit! Um Ausflüchte sind wir selten verlegen wenn es darum geht, unseren Blick möglichst effektiv und weit weg von unseren eigenen Wünschen und Begehren zu halten.

 

Möglicherweise hat uns die Vergangenheit gelehrt, dass uns das Bestreben um die Wunscherfüllung und das Wohlergehen der/des Anderen, zu einem anerkennenswerten und geschätzten Zeitgenossen macht. Wir haben gelernt, dass wir uns durch die Zeichensetzung der Selbstlosigkeit, wenn schon kein Glück, dann doch zumindest einen sichern Platz, als aufopferndes Juwel, in der schmucken Schatulle der gesellschaftlichen Zunft erlangen. Zurück bleibt meist der schale Geschmack eines unerfüllten Lebens und die bittere Erkenntnis, wieder und wieder gegen die Grundlagen der eigenen, wahren Gefühle gehandelt zu haben.

 

Erst wenn wir aus tiefstem Herzen beginnen, unser Leben nach den Melodien und Rhythmen unserer eigenen Wünsche und Impulse zu bewegen, werden wir zu kreativen Gestaltern. Wir fangen an und finden einfallsreiche Wege um Dinge gangbar zu machen, statt halbherzige Gründe, um sie zu verhindern. Wir beginnen zu verinnerlichen, dass jedes ehrliche Nein zu den äußeren Umständen, gleichzeitig ein tiefes Ja zu uns selbst beinhaltet. Wir beginnen unsere eigenen Wünsche zu respektieren und unsere Bedürfnisse völlig ohne Grund zu kultivieren. Ganz einfach, weil wir es uns selbst-wert sind.

 

 

Richten wir unser Augenmerk darauf, Verantwortung für unser Selbst zu übernehmen, statt uns für das Leben anderer verantwortlich zu fühlen. Selbstverantwortung ist das Gegenteil der Opferrolle. Selbstverantwortung bedeutet, in jedem Augenblick das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen und das eigene Glück oder Unglück weder von anderen abhängig noch andere dafür verantwortlich zu machen. Es ist ein großer Akt der Selbstliebe, wenn wir unser eigenes Wohl vor das Wohl der anderen stellen. Nur wenn wir in einer ausgewogenen inneren Balance zu uns selbst stehen, sind wir wirklich in der Lage, aus tiefem Herzen und gerne zu geben. Das ist das tragende Fundament, für alle weiteren Schritte zu dem Weg hin zu und für die Begegnung mit uns selbst.  

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Kommentare: 2
  • #1

    Enrico (Samstag, 23 Februar 2019 12:10)

    Wahre Worte ;)

  • #2

    Christiane (Samstag, 23 Februar 2019 13:00)

    Diesen Weg den du beschreibst, gehe ich gerade. Der Weg dorthin, zu meinem tiefen selbst, fühlt sich manchmal schwer an, da ich immer mal in alte Verhaltensmuster falle. Ich danke dir, dass du mich immer mal ein Stück meines Weges begleitest und mir Schwung gibst oder eine Stütze. Du bist wundervoll Dorothea und deine "Arbeit" auch!

    Ich bin so dankbar, den Weg zu dir gefunden zu haben.
    Herzliche Grüße Christiane