Spielball des Schicksals oder ein universelles Geschenk

 

Nicht immer sind die wohl gemeinten, universellen Geschenke, auch auf Anhieb als solche zu erkennen. Meist tarnen sie sich im Verborgenen, z.B. als ein Seitensprung des Partners, einer unerwiderten Liebe, dem Verlust der Arbeitsstelle oder in Form eines körperlichen Symptoms.

So unliebsam sie auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, so wertvoll kann die Botschaft dahinter, im Nachgang für uns sein. Vorausgesetzt wir sind mutig und willens, den Inhalt geduldig zu entschlüsseln.

 

Die Kehrtwende ereilt uns – entgegen der allgemeinen Annahme - nicht plötzlich, sie kündigt sich lange schon im Voraus an. Bloß haben wir verlernt, oder nie gelernt, die leisen Signale, auch als solche zu vernehmen. Hand auf`s Herz. Wie oft haben wir die kleine, wispernde Stimme, das ungute Gefühl, den schleichenden Zweifel oder den aufsteigenden Widerwillen, mit einer fast heldenhaften, stoischen Konsequenz ignoriert? Sie alle gelten als Vorboten des Schicksals und wollen lediglich auf unseren „eigentlichen“ Weg verweisen.

 

Doch in der Regel sind wir viel zu sehr damit beschäftigt, an der wackeligen Vorstellung unseres einst so durchschlagenden Plans festzuhalten. Um plausible Ausflüchte und Rechtfertigungen zu dessen Aufrechterhaltung, sind wir freilich nicht verlegen. Alles scheint besser, als die Ungewissheit, die eine freiwillige Veränderung mit sich bringen würde. Folglich schubst uns dann das Schicksal auf unliebsame Weise, aus den festgetretenen Pfaden des eingeschlagenen Irrweges und zwingt uns somit - bestenfalls - zu dem dringend erforderlichen, radikalen Richtungswechsel.

 

 

Eines der vier spirituellen Gesetze der Indianer besagt:

 

Das was passiert, ist das Einzige was passieren konnte. Nichts, aber absolut nichts von dem, was uns geschieht, hätte anders sein können. Nicht einmal das unbedeutendste Detail.

Es gibt einfach kein: „Wenn ich das anders gemacht hätte, dann wäre es anders gekommen.“

Nein. Das was passiert, ist das Einzige was passieren konnte und musste passieren, damit wir unsere Lektion lernen, um vorwärts zu kommen.

Alle, ja jede einzelne Situation die uns im Leben widerfährt, ist absolut perfekt. Auch wenn unser Verstand, unser Ego, sich widersetzen und es nicht akzeptieren will.

 

 

Deshalb, lasst uns offen sein für die Schule des Lebens, lasst uns lernen ...

 

  • uns zu bedanken, für alles was uns widerfährt.

  • jeglichen Widerstand aufzugeben und von ganzem Herzen zu akzeptieren was ist.

  • uns bereitzumachen für die 180 – Grad – Wende in unserem Leben.

  • nach der Botschaft und dem Geschenk aus der jeweiligen Situation zu schauen.

  • von passiv Leidenden, zu aktiv Gestaltenden zu werden

     

 … und lasst uns so, unser Leben mutig und selbstverantwortlich wieder zurück, in die eigenen Hände nehmen. 

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Kommentare: 3
  • #1

    Christian (Samstag, 28 September 2019 10:08)

    "Es gibt einfach kein: „Wenn ich das anders gemacht hätte, ...."
    Das hat mich bewegt. "Wenn ich damals anders entschieden hätte" ist ein wiederkehrender Gedanke. Ich hab eben eine andere Sichtweise auf diesen Gedanken bekommen.


  • #2

    Elisabetta (Samstag, 14 März 2020 07:38)

    Was dieses Gesetz aussagt, finde ich gerade sehr tröstlich und auch motivierend.

  • #3

    Elisabetta (Samstag, 14 März 2020)

    Lieben Dank! �